Für Schüler:innen

Interkulturelles Lernen im Ausland

Ein Praktikum im Ausland machen?!!! - Interkulturelle Kompetenzen stärken

Haben sie Lust in einer pädagogischen Einrichtung an spannenden Orten in Europa ein Praktikum zu machen? Die FSP-Fröbelseminar ermöglicht jährlich 25 Schüler:innen ein durch ein Stipendium der EU finanziertes Auslandspraktikum.

Die Fachschule hat langjährige Kontakte zu Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit zurzeit in Österreich, Spanien, Italien, Finnland, Rumänien, Estland und Lettland. Zudem werden fortwährend neue Länder und Einrichtungen als Partner aufgenommen.

Bitte wählen Sie für weitere Informationen:

Vorbereitung auf das Praktikum:

Das Auslandspraktikum wird durch einen Workshop vorbereitet. Dieser findet an vier Wochenendtagen statt und ist verbindlich. Sie bereiten sich hier auf ihr Zielland vor und erweitern ihre interkulturellen Kompetenzen. Bei der Organisation des Auslandsaufenthaltes stehen ihnen die Koordinatorinnen Corina Winiger , Ulrike Pusch und Doreen Roschinski in Europasprechstunden unterstützend zur Seite.

Die Rahmenbedingungen vor Ort:
  • Sie arbeiten täglich 7 Stunden in der Einrichtung zuzüglich 30 minütiger Pause.
  • Sie erhalten die im Zielland üblichen Feiertage frei, zudem 5 Tage (bei 8-wöchigen Praktika) oder 10 Tage (bei 4-monatigen Praktika), die sie für kulturelle Aktivitäten nutzen.
  • Sie erhalten durch eine pädagogische Fachkraft (Anleiter*in) in der Einrichtung regelmäßige pädagogische Anleitungsgespräche.
  • Sie werden durch eine Lehrkraft in Hamburg per E-Mail und Videochat begleitet und unterstützt und zumeist einmal vor Ort besucht.
  • Sie schicken regelmäßig digital Praktikumsberichte an ihre begleitende Lehrkraft in Deutschland.
Auswertung des Praktikums:

Nach Rückkehr aus dem Auslandspraktikum werden die Erlebnisse im Zielland auf einem verbindlichen Wochenendseminar reflektiert sowie übertragen auf das zukünftige pädagogische Arbeiten in Deutschland. Sie erhalten einen Nachweis über ihr Auslandspraktikum zum Zeugnis und den Europass.

Die Infoveranstaltungen...

für das Europapraktikum 2025 finden Ende September/ Anfang Oktober 2024 statt.

Informationen darüber, welche Klassen das Praktikum absolvieren können und genau Termine für die Infoveranstaltung werden hier in nächster Zeit veröffentlicht.

 

 

Sprechstunden: 

Montag und Donnerstag

12.00 - 12.30

Alternative Termine auf Anfrage per Mail

 

Ansprechpartnerinnen

Ulrike Pusch
Beauftragte für interkulturelle Pädagogik
 

Corina Winiger
Beauftragte für internationale Kooperation
 

Doreen Roschinski
Koordination Europapraktikum

Kontakt

europa@bs30.de

Graz/ Österreich (2024)

Meinen Europapraktikum habe ich in der wunderschönen Stadt Graz in Österreich absolviert.Die Fahrt nach Österreich, Graz dauerte 13 Stunden. Vom Bahnhof aus zum Apartment waren es 15 min. Direkt am ersten Tag war das ein schönes Gefühl in einem anderen Land zu sein, wo man noch nie war. 

Das Gute ist ,dass ich selbst keinen Sprachkurs belegen musste.Die Sprache ist gleich,  dennoch war es ein riesen Unterschied wie die Österreicher deutsch reden.

Meine Vermieter war sehr nett und hat mir paar Tipps gegeben was machen alles machen kann und wo man einkaufen kann.

In den zwei Monaten war ich in einem Hort und habe dort mein Praktikum absolviert. Direkt nach dem ersten Arbeitstag habe ich mich zugehörig gefühlt und hatte viel Motivation, um zur Arbeit zugehen und aber auch die Gegend zu erkundigen.

Da ich mich mit der Zeit an deren Akzent gewohnt hatte, konnte man Fragen somit schnell klären und Anregungen besprechen . Ich wurde immer von der Praxis unterstützt und die fanden es schön, dass ich auch meine Ideen oder Meinungen mit eingebracht habe.

Die Stadt Graz ist eine wunderschöne Stadt.

Ich bin es eher gewohnt in einer vollen Stadt zu sein, aber diese Abwechselung war sehr angenehm.

Ich habe dort einige Menschen kennengelernt und ich finde die Menschen dort sind freundlich und hilfsbereit.

Da ich eine kleine Gruppe von Freunde hatte, sah ich die meisten Sehenswürdigkeiten und war auf vielen Bergen in Graz und um Graz. Also  Langeweile kam nie auf.Was für mich eine kleine Herausforderung war , war dass ich eigentlich das Praktikum mit einer Freundin gemeinsam  machen wollte. Aber ihr war es dann doch nicht mehr möglich am Programm teilzunehmen. Es gab einige Tiefen wie sich einsam fühlen oder die Leere, weil man keinen zum reden hat. Dennoch gab es viel mehr positive als negative Sachen,  da ich mich mit der Zeit mehr einsame fühlte durch meine Freunde,  die ich dort traf.Die Berichte und Aufgaben waren relativ entspannt.  Man war nicht in Stress, dass man nach einem langen Arbeitstag direkt was machen müsste.  Sondern man hatte genug Zeit,  wenn man es sich gut einteilte. Im Ausland war ich relativ spontan was ich als Person eigentlich gar nicht bin. Ich ging auf spontane Trips übers Wochenende mit Freundinnen. Ging auch mal spontan in einem Café oder Bar. Ich habe einen sehr positiven Eindruck von Österreich, insbesondere Graz, Salzburg und Waldtonsee erhalten. Da ich vieles unternahm,  kostet es auch einiges. Das Stipendium reicht aus, aber wenn man etwas mehr übers Wochenende oder am Abend machen möchte, wäre Taschengeld nicht all so schlecht.

Das Praktikum im Ausland hat mich sowohl persönlich als auch fachlich weitergebracht. Ich habe viele neue Eindrücke in den Einrichtungen sammeln können und mich weiterentwickelt. Zwar sind die pädagogischen Konzepte Österreich denen in Deutschland recht ähnlich, dennoch wird der Arbeitsalltag in meiner Erfahrung nach noch einmal ganz anders gelebt.

Die Praxis brachte mir bei, dass es ok ist, auch mal Fehler zu machen und das niemand perfekt ist. Ich habe eine positivere Einstellung bekommen durch meine Anleiterin.

Als kleinen Tipp 

  • Sei offen, um neue Menschen kennenzulernen.
  • Komm mehr aus dir raus.
  • Halt dich an die Abgabetermine der Berichte.
  • Sei bereit für das Nachkommende nach dem Auslandspraktikum: da werden viele Leistungsnachweis erwartet in relative kurzem Zeitraum.
Barcelona/ Spanien (2024)

Ankommen im Land und erste Eindrücke
Meine Ankunft in Barcelona war überwältigend und voller neuer Erlebnisse. Die ersten Tage waren geprägt von intensiven Begegnungen und dem Einstieg in mein Praktikum. Die Atmosphäre in der Kindertagesstätte war für mich besonders auffällig: Die Arbeit hier in Katalonien ist viel chaotischer und undisziplinierter als ich es aus Deutschland kenne, aber auch deutlich emotionaler und liebevoller. Diese Wärme spiegelte sich auch in meiner neuen Wohngemeinschaft wider. Meine Mitbewohnerinnen haben mich herzlich in ihren Freundeskreis integriert. Gemeinsam haben wir die Wochenenden mit gutem Essen und Feiern verbracht, und wir nennen uns jetzt liebevoll „La familia“.

Wohnsituation und Umfeld
Ich lebe in einer Vierer-WG im Stadtteil Raval, der oft mit Vorurteilen belastet ist. Das Viertel ist laut und lebendig, und obwohl es manchmal heruntergekommen wirkt, strahlt es eine unermüdliche Energie aus. Unsere WG hat eine Katze, die von allen geliebt wird. Meine Kita liegt nur 10-15 Minuten zu Fuß entfernt, was den Alltag erleichtert.

Sprachliche Herausforderungen
Der Spanischkurs hat mir geholfen, die Grundzüge der Sprache zu verstehen, doch in meiner WG sprechen wir hauptsächlich Englisch. Bei der Arbeit ist Deutsch meine Hauptsprache, wobei ich auch Englisch und mein gebrochenes Spanisch nutze. Die Unterschiede zwischen Katalanisch und Spanisch sind spürbar, aber ich bemühe mich, mich anzupassen und die Sprache besser zu verstehen.

Arbeitsalltag und kulturelle Unterschiede
Das Leben hier in Barcelona ist stark im „Hier und Jetzt“ verankert. Der Arbeitsalltag in der Kindertagesstätte unterscheidet sich deutlich von dem in Deutschland. Hier sind körperliche Nähe und emotionale Offenheit normal, sowohl im Umgang mit Kollegen als auch mit den Kindern. In der Kita fällt auf, dass der Personalschlüssel deutlich angenehmer ist als in Deutschland, was mir ermöglicht, die Entwicklung der Kinder genauer zu beobachten und meine pädagogische Arbeit besser zu gestalten.

Persönliche Entwicklung und Ziele
Im Laufe meines Praktikums habe ich zwei Hauptziele verfolgt:

  1. Vertiefung pädagogischer Kenntnisse: Ich wollte meine Kenntnisse über Erziehungsstile, Konfliktbewältigung und Motivation erweitern und in der Praxis anwenden. Durch regelmäßige Reflexionen konnte ich meine Ansätze anpassen und verbessern.
  2. Sprachliche und kulturelle Integration: Ich wollte meine Spanischkenntnisse verbessern und tiefer in die katalanische Kultur eintauchen. Meine Mitbewohnerinnen und Kollegen haben mich dabei unterstützt, indem sie mir kulturelle Erlebnisse näherbrachten und mir halfen, sprachliche Barrieren zu überwinden.

Herausforderungen und Lernerfahrungen
Barcelona hat mir viele Herausforderungen geboten, sei es die Enge und Kälte der Innenstadt oder das Bedürfnis nach Rückzug in einem immer geselligen Umfeld. Trotzdem habe ich gelernt, diese Herausforderungen als Chancen für persönliches Wachstum zu sehen. Die kulturelle Nähe, die hier so selbstverständlich gelebt wird, hat mir geholfen, meine eigenen Grenzen besser zu erkennen und zu respektieren.

Fachliche Erkenntnisse
In der Kindertagesstätte habe ich viel über die Bedeutung von Nähe und individueller Zuwendung gelernt. Die Arbeit mit den Kindern und der intensive Kontakt zu den Eltern haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, Empathie und Verständnis in der Erziehung zu leben. Mein Interesse für Musik konnte ich in meine Angebote einfließen lassen, was sowohl den Kindern als auch mir große Freude bereitet hat.

Abschied und Resümee
Mein Praktikum neigt sich dem Ende zu, und es ist an der Zeit, Abschied zu nehmen. Diese Zeit in Barcelona war eine einzigartige Erfahrung, die mein Selbstbewusstsein gestärkt und meinen Horizont erweitert hat. Ich plane, meinen Abschied in der Kita mit einem besonderen musikalischen Beitrag zu gestalten, der die kulturellen Aspekte dieser Region widerspiegelt.

Die kulturellen Aktivitäten während meiner freien Tage, wie Wanderungen in Montserrat und der Besuch von Museen und Konzerten, haben mein Verständnis für die katalanische Kultur vertieft. Die Zeit hier hat mich gelehrt, das Leben im Moment zu genießen und dankbar für jede Erfahrung zu sein.

Abschließend werde ich die Lebensfreude und die Spontaneität, die ich hier in Barcelona erlebt habe, mit nach Hause nehmen. Diese Zeit hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, offen für Neues zu sein und die kleinen Momente des Lebens zu schätzen.

Aktivitäten an den Kulturtagen
Meine Kulturtage habe ich genutzt, um die reiche Kultur und Natur rund um Barcelona zu erkunden. Wanderungen in Montserrat, Besuche im botanischen Garten von Montjuïc und Erkundungstouren entlang der Costa Brava waren nur einige der Höhepunkte. Diese Erlebnisse haben mir geholfen, die Vielfalt und Schönheit Kataloniens zu entdecken und tiefer in das Leben hier einzutauchen.

Dieser Bericht reflektiert meine Zeit in Barcelona und die wertvollen Erfahrungen, die ich während meines Auslandspraktikums gesammelt habe. Ich bin dankbar für die Möglichkeit, in diese lebendige Kultur einzutauchen und werde die Erinnerungen an diese einzigartige Zeit immer in meinem Herzen tragen.

Riga/ Lettland (2024)

Während unserer Zeit in Riga haben wir vormittags in verschiedenen Kindergärten und nachmittags im Schülerpalast gearbeitet, wo wir unter anderem bei einem Deutschkurs mitgeholfen haben. An den Nachmittagen haben wir Riga erkundet. Es gibt viele Museen, Cafés, eine historische Altstadt und den Centraltirgus (Markt), die man besuchen sollte. Die Kulturtage haben wir außerdem genutzt, um verschiedene Orte des Baltikums zu besuchen.

Der Schülerpalast in Riga, Lettland, ist eine bedeutende Bildungseinrichtung, die 1940 gegründet wurde und eine breite Palette von außerschulischen Aktivitäten für Kinder und Jugendliche anbietet. Unsere Ansprech- partnerin Ligita nahm uns jede Woche mit in ihren Deutschkurs, wo wir sie unterstützten und gleichzeitig Lettisch lernten. Außerdem konnten wir auch andere Kurse besuchen,  z.B. Kunst, Theater, Tanz, Musik, wissenschaftliche und technische Kurse in Robotik und Programmierung, sowie verschiedene Sportarten und handwerkliche Kurse.

Die MATEJA Skolina Kita in Lettland ist eine liebevoll geführte, christliche und private Kindertagesstätte, die sich um das Wohl und die Entwicklung der Kinder kümmert. Die Mitarbeiter*innen sind engagiert und einfühlsam und bieten den Kindern vielfältige Möglichkeiten zum Spielen, Lernen und Entdecken. In der Kita wird viel Wert auf eine familiäre Atmosphäre gelegt, in der sich die Kinder geborgen und wohl fühlen können. Die MATEJA Skolina Kita ist ein Ort, an dem die Kinder liebevoll betreut werden und sich zu selbstbewussten und aufgeschlossenen Persönlichkeiten entwickeln können.

Der Montessori Kindergarten Riga ist ein kleiner, privater Kindergarten, der im Jugendstilviertel Rigas liegt. Er ist angeschlossen an die darüber liegende Montessori Schule, in die wir auch einen Einblick bekommen haben. Im Montessori Kindergarten Riga konnten wir das Montessori Konzept kennenlernen. Wir haben die Kinder bei der Arbeit mit dem Montessori Material begleitet und unterstützt und durften einiges lernen. Außerdem haben wir täglich Spaziergänge in den nahe gelegenen Park gemacht und beim Mittagessen mitgeholfen.

Es gibt viele verschiedene Reisemöglichkeiten in Lettland und den anderen baltischen Staaten. In Riga ist man super zentral und kommt in jede Richtung. Da man vieles erkunden könnte, geben wir euch ein paar Tipps zum Reisen mit. Wenn man innerhalb Lettlands Richtung Osten fährt, empfiehlt es sich die Städte Cesis und Sigulda besuchen. Im Süden liegt die zweitgrößte Stadt Lettlands Namens Daugavpils. Im Westen liegen unter anderem die Städte Liepaja und Kuldiga. Im Norden liegt Jurmala. In Litauen empfiehlt es sich, nach Vilnius und Trakai zu fahren und in Estland nach Pärnu. All diese Städte haben wir innerhalb der zwei Monate kostengünstig besuchen und mit dem Zug oder Bus erreichen können. Die Übernachtungsmöglichkeiten waren auch nicht allzu teuer.

Wir hatten eine sehr schöne Zeit in Lettland, haben einzigartige Erfahrungen gemacht und viel gelernt und können jedem empfehlen in dieses schöne Land zu fahren.

 

 

 

 

 

 

Tallinn/ Estland (2024)

Tere,

Ich möchte euch von meinem Auslandspraktikum in Tallinn, Estland berichten. In den beiden vergangenen Monaten hatte ich die wunderbare Gelegenheit, in der estnischen Hauptstadt Tallinn zu leben und dort in einem Kindergarten zu arbeiten. Dabei konnte sowohl beruflich als auch persönlich tolle Erfahrungen sammeln.

Ich habe in dem Kindergarten Kelmiküla Lastead mitten in Tallinn gearbeitet. Dort wurde ich sehr freundlich von der Gruppe der Naerulinnud (lachenden Vögel) aufgenommen. Eine der größten Herausforderungen war die Sprachbarriere. Ich hatte vorher einen Sprachkurs gemacht. Um mit den Kindern zu kommunizieren musste man trotzdem ganz schön kreativ werden. Zum Glück sprachen alle Erzieherinnen in meiner Gruppe auch englisch und konnten mir helfen. Mit der Zeit konnte ich dann immer mehr estnische Ausdrücke lernen und zum Ende hin ganz gut kommunizieren. Meine Kolleginnen und die Kinder waren dabei sehr geduldig und haben mir geholfen mich in der Gruppe einzufinden.

In meiner Freizeit hatte ich die Gelegenheit Tallinn bei allen Tageszeiten zu erkunden. Gerade die Altstadt mit den vielen Kneipen und Restaurants ist sehr schön. Estland hat aber mit der Ostseeküste und den Nationalparks auch abseits von den Städten sehr schöne Ecken.

Auch habe ich die Möglichkeit genutzt um an meinen freien Tagen die angrenzenden Hauptstädte Helsinki, Riga und Vilnius zu besuchen. Vor allem die baltischen Städte haben mich echt begeistert.

Insgesamt denke Ich sehr gerne an die Zeit in Tallinn. Ich konnte sowohl beruflich, als auch persönlich viel lernen. Die Arbeit mit den Kindern und das Eintauchen in eine neue Kultur haben meinen Horizont erweitert und mir wertvolle Erkenntnisse vermittelt.

Ich kann ein Auslandspraktikum in Estland nur jedem empfehlen, der offen für neue Erfahrungen ist und sich weiterentwickeln möchte. Die Zeit in Tallinn wird mir immer in bester Erinnerung bleiben und hat einen bleibenden Eindruck in meinem Leben hinterlassen.

 

Lleida / Spanien (2023)

„Bon Dia“ aus Lleida in Katalonien

Eine Gegend voller Obst- und Gemüseanbau, Olivenöl, Mandeln, Käse und Wurstwaren in eigener Herstellung. Im Frühjahr (März/April) morgens kalt, ca. 5-7 Grad und ab Mittag bis zu 16-20 Grad, da der Ort zwischen dem Meer und den Pyrenäen liegt.

Die Menschen wirken fröhlich und haben eine entspannte Grundhaltung. Dadurch wurde ich in meiner Selbstständigkeit gestärkt und habe mich frei bewegen können.


Das Leben allein im fremden Lleida (Katalonien/Spanien) kennen zu lernen war mit vielen Höhen und auch Herausforderungen verbunden.

 

TOP: Es hat sehr viel Spaß gemacht die Altstadt mit ihrer Geschichte zu erobern, das Leben in einer Airbnb Gemeinschaftswohnung an einer Hauptstraße und geplanten Ausflügen zu meistern. Geliebt habe ich Yoghurteis mit Schokisoße, entspanntes Einkaufen im Supermarkt, Kochen mit Musik und das Erkunden verschiedener Orte wie die Pfirsichblüte in Aitona, zu Fuß durch Barcelona schlendern, die Märkte, das Meer in Tarragona zu besuchen und die vielen Bilder von Künstlern an den Hauswänden zu betrachten.

 

TIPP: Es hätte mir sehr geholfen, wenn die Katalanen versucht hätten meine Spanischversuche verstehen zu wollen und meine Einrichtung mich im Alltags-Kitaleben mehr integriert hätte. Etwas Interesse an ein bis zwei Unternehmungen mit mir hätte mir auch geholfen, mich nicht ganz allein zu fühlen und die Kultur besser kennen zu lernen. Für die Kommunikation in der Kita wäre ein katalanischer Sprachkurs auch sinnvoll, anstatt Spanisch – da die Kinder eher Katalanisch sprechen.

 

In der Zeit in meiner Einrichtung, einer Natur-Kita mit angrenzendem Tierpark in Juneda (nähe Lleida), war ich sehr stark herausgefordert durch vieles Beobachten, Kontaktversuchen mit den Kindern und eigenen Reflexionen und Notizen die Zeit gut zu nutzen. Ich habe viel über das Arbeiten mit vielen Lernebenen und dem Fokus auf das Interesse der Kinder gelernt und habe einen Koffer voll hilfreicher Angebotsideen dazu mitnehmen können.


Poc a poc (Stück für Stück) realisiere ich wie viel ich in dieser Zeit gelernt habe: allein genießen können - frei und unabhängig (Mutter von 2 Kindern,15+18 J. und Ehefrau). Ich bin ruhiger und habe zu mir gefunden. Ein großes „Plus“ ist, das der Fokus in der pädagogischen Arbeit auf das Interesse der Kinder gelegt wird und sie die Chance haben naturnah, in Begleitung, mit allen Sinnen, Partizipativ lernen zu dürfen. Ich habe auch gesehen, dass mir fehlende Grenzen oder Leitregeln nicht gefallen. Ich sehe jetzt mehr aus Kindersicht, erkenne die Bedürfnisse der Kinder, fühle mich erwachsener, dankbar, zufrieden und kann gelassener ungewollte, ungeplante Dinge akzeptieren und die Kontrolle von Vorstellungen loslassen.

 

Das Europa-Praktikum ist eine enorme Bereicherung - persönlich und auch die pädagogische Arbeit betreffend!

 

Gran Canaria/ Spanien (2023)

Wir durften dieses Jahr zu fünft auf der wunderschönen Insel Gran Canaria das Praktikum absolvieren. Wir haben uns im Norden der Insel in Las Palmas de Gran Canaria unsere Unterkünfte gesucht. Zu empfehlen sind welche in Strandnähe, da das Wetter doch sehr dazu einlädt an den Strand und schwimmen zu gehen! Im Inneren der Insel gibt es wunderschöne Berglandschaften, die sich teilweise bis an die Küste ziehen und einen atemberaubenden Anblick bieten.  

 

Auch die Schule ist umgeben von kleinen Bergen bzw. selbst am Hang gebaut, weshalb sie ohne Auto nur schwer erreichbar ist. Darum wurden wir morgens von mehreren Schulbussen abgeholt und gegen 8 zur Schule gebracht. Der Schulalltag beginnt um 8:30 Uhr und endet Montag bis Donnerstag um 16:00 Uhr und am Freitag um 15:00 Uhr, natürlich mit ausreichend Pause zwischendurch. Wir durften uns zu Anfang aussuchen mit welcher Altersgruppe wir gerne zusammenarbeiten möchten und wurden aufgrund dieser im Kindergarten eingesetzt. Von 3-6 Jahren gibt es pro Altersgruppe drei Klassen und somit eine Menge Auswahl. :) Zusätzlich durfte einer von uns in die Grundschule. Seid euch hier im Klaren, dass Spanien ein anderes Bildungskonzept verfolgt und somit die Vorschule und dementsprechend auch der Unterricht bereits mit 3 Jahren beginnt. Klingt heftig, ist auch so, aber ist trotzdem sehr spannend und abwechslungsreich! Es gibt immer was zu tun und immer was Neues zu entdecken! Es gab vor Kurzem einen Leitungswechsel in der Schule, weshalb wir auf einige Schwierigkeiten gestoßen sind.

 

Nach der Schule war meist nicht mehr so viel Zeit, weshalb wir die Wochenenden aber umso mehr ausgekostet haben! Wir waren Wandern, was das Zeug hielt, am Strand und schwimmen, haben uns in der Osterferienwoche ein Auto gemietet und sind über die Insel gefahren und haben sogar einen Trip rüber nach Teneriffa gemacht. Wir duften unglaublich viel von der Insel entdecken und die paar Bilder hier im Bericht können nicht mal ansatzweise die Schönheit der Natur so rüberbringen wie es vor Ort war! 

 

Ein paar Tipps und Tricks, die wir noch für euch hätten, wenn ihr hier hinwollt, wären folgende: 

Wenn ihr Angst vor Krabbelvieh aller Art, hier besonders Eidechsen und Kakerlaken, habt, könnte es unangenehm für euch werden oder ihr geht in Selbsttherapie:) Wir haben unsere kleinen Mitbewohner irgendwann akzeptiert, da es leider ein sehr großes Problem auf der Insel generell ist. 

Wenn ihr dennoch fahren wollt und auch die Zusage habt, dass ihr dürft, fangt am besten unmittelbar nach Flügen und Unterkünften zu gucken, da es sonst nur teurer wird. Für Unterkünfte lohnt sich auch AirBnB sehr, da man teilweise riesige Rabatte bekommt, wenn man gleich für zwei Monate bucht! 

Packt genug Sonnencreme ein! Aus irgendwelchen Gründen kostet sowohl Sonnencreme als auch After Sun ein kleines Vermögen vor Ort! 

Taxi und Bus fahren ist nicht sehr teuer und es gibt Apps, die dir das Ganze noch vereinfachen! 

Packt lieber viel zu wenig ein als andersherum. Wir haben alle viel zu viel eingepackt, was wir überhaupt nicht getragen oder auch gebraucht haben, also Hoodies oder lange Hosen bleiben daheim. Außer du bist in der Grundschule stationiert, da dort doch etwas mehr auf den "Dresscode" geachtet wird als im Kindergarten. Geht zur Not lieber vor Ort im Einkaufszentrum Las Arenas shoppen. 

Ihr müsst nichts aus Deutschland mitbringen, aber vielleicht ist es für euch ganz schön etwas von euch dabei zu haben, was ihr den Kindern in der Schule zeigen oder beibringen könnt, zum Beispiel ein Buch oder eine CD mit Kinderliedern. 

Und zuletzt: Genießt es!! Schaut nicht zu sehr auf Geld, macht euch nicht zu viel Kopf um die Schulsachen, sondern schaut euch die Insel an und erlebt ein paar Abenteuer. 

 

 

 

Kerava/ Finnland (2023)

Unser Auslandspraktikum haben wir in der Kunstkita Konsti in der finnischen Stadt Kerava absolviert. Das Konzept des Kunstkindergartens wird jeden Tag mit den Kindern gelebt. Pädagogisches Fachpersonal der Kunstschulen in Kerava kommt wöchentlich vorbei und die Kinder setzen sich mit den unterschiedlichen Bereichen der Kunst, der Musik und des Tanzes auseinander. Auch im Alltag wird viel getanzt, Musik gehört und kreativ gearbeitet. Die Tage und Wochen sind gut organisiert und strukturiert, sodass man sich schnell in den Tagesablauf einbringen und die Kinder bei den verschiedenen Angeboten unterstützen kann. Vom Personal und den Kindern sind wir herzlich aufgenommen worden. Wir haben uns sehr willkommen gefühlt und konnten bei Fragen und Problemen immer um Hilfe bitten. Das und der Umstand, dass der Betreuungsschlüssel sehr gut ist, hat insgesamt für eine sehr gute Arbeitsatmosphäre gesorgt und uns so das Arbeiten trotz der Sprachbarriere erleichtert.


Wir sind von Travemünde bis Helsinki mit der Fähre gefahren und unsere Unterkünfte waren in Helsinki und in Vantaa. An unseren Wochenenden und an den Kulturtagen waren wir unterwegs, um das Land zu erkunden. Durch Ausflüge in die naheliegenden Städte Helsinki, Turku und Porvoo haben wir einiges von Land und dem Leben in Finnland mitbekommen. Über Ostern konnten wir sogar bis nach Rovaniemi in Lappland fahren, um Rentiere, Nordlichter und das Dorf des Weihnachtsmannes zu sehen. Aber auch sonst kann man die Natur erkunden, durch den Tiefschnee wandern und atemberaubend schöne Landschaften genießen. Bei mehreren Ausflügen hatten wir sogar die Möglichkeit über das vereiste Meer zu gehen. Die Autofahrten waren natürlich sehr lang und die Straßen bestanden teilweise aus Schotter, Eis, Erde oder einer Mischung aus all diesen Dingen. Wir sind mit vielen neuen Eindrücken und einer gewissen Ruhe, die die schöne Natur ausstrahlt, wieder zurückgekommen. Finnland ist ein wunderschönes Land, besonders wenn man die Natur und den Schnee liebt, der durchaus bis Mitte April liegen bleibt. Wir hatten das Glück das Land mit dem Auto erkunden zu können, aber auch ohne Auto gibt es in Finnland viel zu erleben. Die umliegenden Städte sind sehr gut mit Bussen oder Bahnen zu erreichen, wirklich schön sind sie jedoch eher nicht. Auch Kerava ist nicht unbedingt die schönste oder spannendste Stadt, aber Helsinki ist nicht weit entfernt. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit mit der Fähre nach Tallinn zu fahren und die estnische Hauptstadt mit wunderschöner Altstadt zu erkunden. Die vermutlich größte Herausforderung ist die finnische Sprache, doch die meisten Menschen in Finnland sprechen so gut Englisch, dass man sich problemlos verständigen kann. Zusätzlich werden alle relevanten Internetseiten (zum Beispiel die für den ÖPNV) auch auf Englisch angeboten. Durch das Auslandspraktikum konnten wir somit auch unsere sprachlichen Kompetenzen erweitern und sind in schwierigen Situationen über uns hinausgewachsen.


Das Praktikum in Finnland ist eine ganz besondere Erfahrung. Man lernt bei der Arbeit in der Kita das finnische Bildungssystem näher kennen, arbeitet damit und erfährt viele neue Möglichkeiten, mit denen Kinder sich ihre Umwelt erschließen können. Auch die Organisation der Kita und das Miteinander unter den Angestellten war eine neue, tolle Erfahrung, durch die wir viel mitnehmen konnten. Die Entscheidung das Auslandspraktikum anzutreten haben, wir keine Sekunde bereut und würden jedem empfehlen diese Chance zu nutzen und das Beste aus der Zeit zu machen.

Graz/ Österreich (2023)

Wir haben unser Auslandspraktikum über Erasmus+ in der wunderschönen Stadt Graz gemacht. Wir waren in dieser Zeit beide im Elementarbereich in einer Familiengruppe mit Kindern zwischen drei und sechs Jahren tätig. Bei der Destinationswahl haben wir uns beide im Vorbereitungsseminar aus unterschiedlichen Gründen etwas schwergetan. Gerade im Vergleich zu den sonnigen Standorten, haben viele Graz vielleicht nicht direkt auf dem Schirm bzw. wollen lieber woanders hin. Wir können euch mit Sicherheit sagen: Es lohnt sich! Nachdem wir uns für den österreichischen Standort entschieden hatten, war auch zumindest schon einmal die Last von uns gefallen, dass wir eventuell große sprachliche Barrieren in dem Land haben werden. Außerdem war es in der Vorbereitung sehr entspannt, dass wir keinen Sprachkurs absolvieren mussten. ;) Auch war es für uns von Vorteil, dass die Entfernung nach Graz kürzer war als zu den anderen Standorten. So konnten wir entspannt mit Auto und Bahn anreisen. Eine von uns ist mit dem Zug auf direktem Weg ins Land gefahren. Die andere über mehrere Stopps verteilt mit dem Auto (die Strecke war perfekt für einen kleinen Roadtrip über Bamberg, Nürnberg und Schladming). Graz ist von der Größe her in etwa vergleichbar mit Lübeck, also nicht zu groß, aber trotzdem ist alles vorhanden (genügend Shoppingmöglichkeiten, super Cafés und Restaurants (alles regional und auch viele vegetarische und vegane Möglichkeiten), Museen, Ausflugsziele und vieles mehr). Die historische Altstadt ist einfach wunderschön anzuschauen und ist ein Wien im Kleinformat. Je nachdem wo man wohnt und arbeitet, kann man alles zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen. An unseren Kulturtagen waren wir beide viel unterwegs, z.B. in Wien, Triest, Pula und Rovinj oder wandern in den Bergen. Einen ganz besonderen Ausflug haben wir mit der Koordinatorin vor Ort Petra gemacht: Wir waren an einer Klamm zum Spazieren/Wandern und konnten wirklich die positive Energie aus dem Wasser spüren. Generell hatten wir beide eine sehr herzliche „Beziehung“ zu Petra. Sie steht einem in der Zeit des Praktikums zu 100% mit Rat und Tat zur Seite! Für uns beide war es sehr spannend, auch mal eine andere Art und Weise der pädagogischen Arbeit zu erleben und zu erfahren. Wir können sagen, dass wir wirklich sehr freundlich empfangen wurden und sowohl das Team als auch die Kinder sehr nett waren, die Pädagogik vor Ort aber auch sehr konservativ, strukturiert und etwas starr im Vergleich zu unseren Erfahrungen aus den Einrichtungen in Hamburg ist. Es war uns hier und da etwas zu unflexibel und die Spontanität der Erzieher*innen im Alltag hat gefehlt. Das fanden wir schade, besonders in Bezug auf die wunderbaren Arbeitsbedingungen für Erzieher*innen, die in Graz selbstverständlich sind. Alles in allem hatten wir sehr schöne 8 Wochen in den Einrichtungen und haben viel über uns und unsere Vorstellung von der Arbeit in der Kita gelernt. Gewohnt haben wir beide in einer 1-Zimmer-Wohnung, die wir über AirBnB gebucht haben. Wir haben uns bewusst gegen das Studentenwohnheim entschieden, da die AirBnbs deutlich besser eingerichtet waren (insbesondere die Küche, Waschmaschine, Spülmaschine), super Bewertungen hatten und wir bei einer 35-Stunden-Woche lieber unsere Ruhe haben wollten, anstatt vom ständigen Trubel des Studentenwohnheims umgeben zu sein. Die Entscheidung war auch rückblickend absolut richtig und hat dem Knüpfen von Beziehungen vor Ort keinen Abbruch getan. Wer etwas kommunikativ ist und Lust hat neue Leute kennenzulernen, wird das schnell schaffen, Bumble BFF sei Dank. J Abschließend würden wir jedem von euch ein Auslandspraktikum empfehlen. Es ist einfach eine super tolle Möglichkeit „billig“ ins Ausland zu kommen. Und gerade mit dem Europateam auch für Leute, die noch nie im Ausland waren oder noch nie von der Familie getrennt waren etc. eine super Chance in einem sicheren Rahmen diese Erfahrungen zu machen. Man war nie alleine und hatte mindestens drei Ansprechpartner*innen an die man sich bei Fragen und Probleme wenden konnte. Außerdem ist es auch nicht schlecht, mal eine Pause von der Schule zu haben, gerade für die BWBler ;D. Zusätzlich lernt man einfach super viel über sich selbst, entwickelt sich weiter, sammelt neue Erfahrungen im pädagogischen Bereich und erweitert seine Fähigkeiten uns Kompetenzen. Somit Win-Win für alle Beteiligten. J

Gran Canaria/ Spanien (2022)

Gran Canaria ist eine wunderschöne und sehr facettenreiche Insel. Ob Sonnen am Strand (Playa de Inglés), eine Wanderung zum höchsten Punkt (Roque Nublo) oder an der Promenade (playa de las Canteras) schlendern. Die Insel hat viele traumhafte Orte und aufregende Aktivitäten ein Café cortado und leckeres Gebäck genießen.

Es ist kein Problem alleine durch die Insel zu reisen. Die Fernbusse sind gut vernetzt, du erreichst viele Ziele in weniger als eins bis zwei  Stunden. Die Einheimischen sind sehr hilfsbereit, freundlich und waren sehr zuvorkommend. Wir haben unsere Unterkunft über AirBnb gefunden. Nach Bedarf kann man sich alleine eine Unterkunft suchen, man kann aber auch mit den anderen Praktikanten sich etwas suchen.

Wir durften mit Stolz unser Praktikum in der Colegio Heidelberg Schule absolvieren. Der Schulweg ist mit den offenen Verkehrsmitteln nicht zu erreichen. Es gibt einen Schulbus der an bestimmten Bushaltestellen in verschiedenen Stadtteilen anhält und die Kinder einsammelt, nicht nur die Kidner wurden eingesammelt, sondern auch viele Erzieher und andere Praktikanten die keine Fahrerlaubnis haben.

Die Anfangsphase fällt einem immer schwer, dass dürfte man heute als selbstverständlich sehen. An unserem ersten Tag, wurden wir mit sehr viel Liebe und Freundlichkeit empfangen. Was uns den Start in der Einrichtung teilweise erleichtert hat. Der erste Eindruck der Einrichtung hat auf uns sehr positiv und Kindgerecht auf uns gewirkt. Ein riesiger Pausenhof bis zu einer großen Turnhalle. Die Räumlichkeiten sind sehr bequem eingerichtet. Die Ansprechpartnerin vor Ort für die Praktikanten heißt Carina. Sie ist eine sehr Liebevolle und rücksichtsvolle Person, Egal welches Anliegen vorliegt, Carina hat immer ein offenes Ohr gehabt und stand an unserer Seite.

In der Einrichtung gibt es ein System was sich zu unserem in Deutschland deutlich unterscheidet. In der Einrichtung haben die Kinder pro Tag mindestens 2 Pausen, die bei gutem Wetter auf dem Schulhof statt finden. Es gibt eine Mittagszeit, Musik Unterricht in der viele Sinneserfahrungen und Entspannung gelehrt und gelernt werden. Ebenfalls gibt es den Sportunterricht in der die Kinder gelehrt werden wie sie ihre Konflikte selbst lösen. Dazu gibt es 2 verschiedene Bereiche, zum ersten der Tobe Berreich wo sich die Kinder austoben können und wenn sie in die ruhiger Atmosphäre kommen, können sie sich in den anderen Bereich aufhalten und dort ruhigere Aktivitäten durchführen zum Beispiel Malen. In jeder Jahrgangsstufe gibt es 3 Klassen. Jede Klasse besitzt eine beliebige Farbe (Blau, Gelb und Rot). Das Schuljahr beginnt immer am Anfang des Jahres und in den Sommerferien gibt es insgesammt 3 Monate Schulferien. Es erwarten euch viele und aufregende Erlebnisse mit den Kindern wie zum Beispiel Ausflüge in das Theater oder in das Aquarium.

Wir können euch ein Auslandspraktikum auf Gran Canaria nur ans Herz legen, ebenfalls wie die anderen zur vefügungstehenden Länder. Denn trotz vielen Herausforderungen wie die Eingewöhnung in der Einrichtung oder persönliche Herausforderungen wie die sehen sucht nach Zuhause, konnten wir wahnsinnig viel über uns selbst lernen und uns persönlich als auch fachlich weiter Entwickeln. Wir haben gelernt, dass die verbale Kommunikation nicht die einzige Möglichkeit ist sich auszudrücken und zudem mehr Offenheit für andere pädagogische Konzepte und Haltungen entwickelt. Wenn du eine unvergessliche Zeit auf einer traumhaften Insel haben möchtest und dich neuen Herausforderungen stellen möchtest wie in einem anderen Land leben oder Arbeiten, dann ist Erasmus der richtige Ansprechpartner für dich.

Graz/Österreich (2022)

Unser Abenteuer Europapraktikum haben wir in der wunderschönen Stadt Graz in Österreich absolviert.

Wir drei haben uns alle einzeln auf dem Weg gemacht und waren durchschnittlich nach 12 bis 15 Stunden in unser neues Zuhause auf Zeit. Bereits in den ersten Tagen haben wir uns direkt sehr wohl und vor allem Willkommen gefühlt.

Zwei von uns arbeiteten in den zwei Monaten in einem Hort und eine in einem Kindergarten. Wir waren superglücklich mit den Einrichtungen. Direkt nach dem ersten Arbeitstag haben wir uns jeweils zugehörig gefühlt und sind immer mit viel Motivation zur Arbeit gegangen.

Unser größtes Glück ist es gewesen, dass wir keine wirkliche Sprachbarriere hatten und uns somit direkt auf unsere pädagogische Arbeit konzentrieren konnten. Fragen konnten somit schnell geklärt und Anregungen besprochen werden. Wir haben alle das Gefühl gehabt, dass unsere Ideen gern gesehen und wertgeschätzt wurden, was uns noch mehr Freunde und Motivation an der Arbeit bereitet hat.

Auch das Leben in der Stadt fanden wir sehr angenehm. Zum einen empfanden wir die Grazer:innen als sehr hilfsbereit und freundlich und zum anderen bietet die Stadt eine Menge zu sehen und zu erkunden. Langeweile kam nie auf.

Lediglich unsere Unterkunft stellte eine große Herausforderung dar. Wir haben uns für ein Studentenwohnheim entschieden und waren von der Ausstattung und den Hygienestandards nicht gerade begeistert. Im Großen und Ganzen war es aber -für diesen Zeitraum- ok. Zusätzlich ergeben sich im Zusammenleben miteinander Höhen und Tiefen. Hier ist es unbedingt notwendig, zu Kompromissen bereit zu sein und viel miteinander zu reden. Heimweh, Krankheit, Liebeskummer, hohe Belastung, Stress, etc. können schon mal für eine angespannte Stimmung sorgen.

Eine gute Zeiteinteilung ist im Ausland essentiell um die Arbeit, die Berichte, Schulaufgaben sowie die Freizeit unter einen Hut zu bekommen. Besonders die Freizeit sollte gut geplant sein, denn sie ermöglicht zum einen Land und Menschen kennen zu lernen und zum anderen sich von negativen Gedanken (Stress, Probleme, Heimweh, ...) abzulenken. Besonders die Ideen und Angebote der Kolleg*innen zur Freizeitgestaltung haben wir zwar gern genutzt, sind aber auch gern allein, zu zweit oder in der Gruppe auf Erkundungstouren gegangen. Wir haben hierbei einen sehr positiven Eindruck von Österreich, insbesondere Graz, Salzburg und Altaussee erhalten.

Im Allgemeinen sollte man jedoch auf seine Finanzen aufpassen, sonst ist vom Stipendium in den letzten Wochen des Praktikums nicht mehr viel übrig. Wenn man also von Österreich viel sehen möchte, ist ein wenig „Taschengeld“ von zuhause sicher nicht verkehrt.

Das Praktikum im Ausland hat uns sowohl persönlich als auch fachlich weitergebracht. Wir haben viele neue Eindrucke in den Einrichtungen sammeln können und uns weiterentwickelt. Zwar sind die pädagogischen Konzepte in Österreich denen in Deutschland recht ähnlich, dennoch wird der Arbeitsalltag unserer Erfahrung nach noch einmal ganz anders gelebt.

Die Herzlichkeit und Gelassenheit der Österreicher ging schnell auf uns über. Wir haben uns Herausforderungen gestellt, wurden ins kalte Wasser geschmissen und haben Wertschätzung erfahren. Uns wurde Vieles abverlangt, aber auch zugetraut. So konnten wir unsere Kompetenzen in der Vor- und Nachbereitung sowie Durchführung von pädagogischen Aktivitäten verstärken, haben das Lehren gelernt und wertvolle pädagogische Impulse mit auf den Weg bekommen. Wir gehen gestärkt und selbstbewusst in unsere Einrichtungen zurück und erinnern uns mit einem weinenden und einem lachenden Auge an die gemeinsame Zeit.

 

Riga/Lettland (2022)

Ende Februar haben wir es tatsächlich gewagt. Zu zweit sind wir für zwei Monate nach Riga, Lettland gereist, um dort ein zweimonatiges Praktikum zu absolvieren. Gemeinsam haben wir uns eine Wohnung gemietet und dort zusammen als WG gelebt. Unsere Wohnung war nur zehn Minuten zu Fuß vom Schülerpalast, in dem wir gearbeitet haben, entfernt.

Der Schülerpalast ist eine Kinder und Jugendeinrichtung im Herzen Rigas in dem mehr als 200 verschiedene Kurse angeboten werden, wie zum Beispiel: Standardtanz, nähen, filzen, Englisch lernen, Deutsch lernen, singen und vieles mehr.

Zweimal in der Woche gab es im Schülerpalast zwei Deutschkurse, bei denen wir sowohl ein bisschen lettisch gelernt haben aber auch den Kindern und Jugendlichen mit der Lehrerin zusammen deutsch beigebracht haben. Die Kinder in Lettland sprechen ihre Lehrer:innen übrigens nicht mit Namen an, sondern nennen sie skolotājs oder skolotāja, was Lehrer und Lehrerin bedeutet.

In der Zeit, in der kein Deutschunterricht war, waren wir viel im “Spielzimmer”. Ins “Spielzimmer” konnten die Kinder und Jugendlichen immer, wann sie wollten und dort spielen, basteln, Hausaufgaben machen oder einfach nur ihre Zeit verbringen.

Leider konnten wir in keiner Kita arbeiten, da die Kitas das aufgrund der Corona-Pandemie nicht wollten. Trotzdem haben wir einen kleinen Einblick in die Arbeit in einer lettischen und russischen Kita bei einem Besuch bekommen.

In unserer Freizeit haben wir Riga und das Umland erkundet. Wir waren an einem 35 Kilometer langen Strand, waren auf Konzerten von Kursen aus dem Schülerpalast oder haben einen lettisch Kurs gemacht.

Die Zeit in Riga war anders als wir sie uns vorgestellt haben, da wir leider nicht in einer Kita arbeiten konnten, aber trotzdem war es eine sehr schöne Zeit, in der wir viel neues gelernt haben und wir über uns hinausgewachsen sind. Wir haben nicht nur eine uns komplett fremde Kultur kennengelernt, sondern haben uns auch unseren Vorurteilen gestellt und haben offen in das neue Abendteuer gestartet.

Wir würden immer wieder ein Auslandspraktikum machen und sind sehr glücklich darüber, dass wir diese Chance während unserer Ausbildung hatten.

Bukarest/ Rumänien (2022)

Im Vorbereitungsseminar haben wir uns unter Anderem mit Vorurteilen beschäftigt und uns dahingehend auch gefragt: Was assoziieren wir eigentlich mit Rumänien? Ein Land voller Widersprüche, der Gedanke kam uns, vorerst noch ohne zu wissen, dass uns dieser Eindruck auch während der Praktikumszeit begleiten wird. Die Einrichtung, in der wir gearbeitet haben, war eine deutsche Kita in Bukarest. Das Konzept der Kita hat uns von Anfang an angesprochen und die Kita war sehr gut ausgestattet, z.B. die Räumlichkeiten. Wir wurden sehr herzlich aufgenommen.  Dieses hat das Ankommen und Zurechtfinden erleichtert.

In den Gruppen wurden sehr viele Angebote durchgeführt und einmal wöchentlich fand ein Ausflug statt. Die Ausflüge waren eine schöne Abwechslung und auch hilfreich, um den Sozialraum im Umfeld der Kita kennenzulernen. Dass wir in einer deutschen Kita gearbeitet haben, war sehr angenehm, da wir gut in den Austausch mit den Kollegen:innen gehen konnten. Dennoch gab es viele Kinder und auch Kolleg:innen, die gar kein Deutsch gesprochen haben.

Am Anfang war es etwas schwieriger Beziehungen aufzubauen. Mit der Zeit stellte sich jedoch heraus, dass viele Kinder zwar noch kein Deutsch sprechen, aber einiges mehr verstehen, als gedacht. Es war eine erstaunliche Erfahrung, dass man Beziehungen aufbauen kann, ohne dass man die gleiche Sprache spricht und es ist ein sehr besonderes Gefühl in einem fremden Land von Kolleg:innen und Kindern herzlich aufgenommen zu werden. Grundsätzlich war es eine sehr wertvolle Erfahrung zu beobachten, wie andere Pädagog:innen arbeiten.
Bukarest ist die Hauptstadt Rumäniens und ist ungefähr so groß wie Hamburg. Es ist eine sehr heterogene Stadt mit sowohl kommunistischen, als auch modernen Gebäuden. Es gibt viele orthodoxen Kirchen, Museen und Parks sowie einen Fluss, der die Stadt durchläuft. In der Stadt existieren zahlreiche schöne Cafés und man findet immer wieder Flohmärkte.
Das öffentliche Verkehrsnetz ist sehr ausgebaut mit U-Bahn, Bussen und Straßenbahnen. Diese macht es einfach, innerhalb der Stadt von A nach B zu kommen. Man erreicht auch schnell mit dem Zug andere Städte, das Schwarze Meer und die Berge.
Wir haben schnell Rumänische Wörter aufgegriffen, wobei man mit Englisch immer weiter kommt. Die Rumän*innen waren sehr hilfreich und freundlich, wenn man Fragen hatte.
Wir haben über die Zeit viel über das Land und die Kultur gelernt und konnten Vorurteile abbauen.

Tallin/ Estland (2022)

Hallo wir sind Maya, Shivani und Baran und wir haben 2 Monate im Rahmen des Europapraktikums in Tallinn, Estland gelebt. Wir sind zusammen mit dem Flugzeug angereist. Wir haben alle in eigenen Wohnungen oder WGs gewohnt.

Vorort haben wir in unterschiedlichen Einrichtungen in der Vorschule und im Elementarbereich  gearbeitet. Dort arbeiteten wir täglich in dem Kindergarten Kelmiküla Lastead und im Kolde Lastead. Wir mussten uns erstmal an die Strenge gewöhnen, die wir nicht gewöhnt waren. Vor Ort sammelten wir viele Erfahrungen, machten viele Erlebnisse und lernten die Bräuche und Sitten der Menschen im Land  sowie in unseren Arbeitsstellen kennen. Die Tagesplanung hatte einen strengen Ablauf. Für jede Aktivität war ein fester Zeitplan festgelegt von Anfang der Tätigkeiten bis zum Ende. Zu dem Zeitpunkt unseres Aufenthaltes war der sogenannte „Theatermonat“. Jede Gruppe stellte am Ende des Monats ein Stück vor.

Anfänglich gab es neben sprachlichen Schwierigkeiten zwischen uns und den Kindern auch Kommunikationsschwierigkeiten mit unseren Kolleg*innen.  Mit einer Mischung aus estnisch, englisch und vollem Körpereinsatz hat die Kommunikation nach einer kurzen Eingewöhnungsphase dann doch einigermaßen geklappt.

An unseren 5 Kulturtagen haben wir Tallinn erkundet. Tallinn  bietet neben einer wunderschönen Altstadt, in der es viel zu entdecken gibt. Ebenfalls gibt es einen Hafen, wo sich ein Besuch immer lohnt. Schöne Parks und vielfältige Einkaufsmöglichkeiten machen Tallin ebenfalls zu einer positiven Erfahrung. Von Tallinn kann man einige Ausflüge und Unternehmungen machen. Wir sind mit der Fähre nach Helsinki gefahren. Man entdeckt Estland am besten mit dem Zug. Wir haben Tartu, die zweitgrößte Stadt Estlands besucht. Neben einem Besuch im Katherinenschloss haben wir den Botanischen Garten in Tallinn und in Tartu besucht und sind in das Tallinner Nachtleben eingetaucht.

Während unserem Auslandsaufenthalt in Estland  haben wir vielfältige Erfahrungen gemacht und gesammelt. Wir haben neue personale, soziale und fachliche Kompetenzen erlernt. Wir haben diese besondere Zeit genossen, obwohl es Momente gab, in denen wir nur nach Hause wollten. Wir können jedem nur empfehlen, diese tolle Erfahrung mitzunehmen.

 

Kerava/Finnland (2022)

Moi, Hei oder auf hamburgisch: Moin

In diesem Jahr konnte endlich wieder das Praktikum im europäischen Ausland stattfinden.

Wir hatten die Möglichkeit 8 Wochen, von März bis April als berufsbegleitende Auszubildende, oder 4 Monate, von Februar bis Mai als auszubildende ErzieherIn, ein Praktikum in der finnischen Stadt Kerava zu absolvieren.

Angekommen sind wir bei um den 0 Grad und strahlendem Sonnenschein. Und direkt am nächsten Tag sind wir schon in der Kunstkita Konsti begrüßt worden.

Konsti ist Teil der Kerava Art Kindergarten Association, welche auch die lokale Tanz-, Musik-, und Kunstschule unterhält. So erhalten die Kinder hier wöchentlich die Möglichkeit, die verschiedenen Kunstformen mithilfe spezialisierter Pädagog:innen kennen zu lernen.

Generell passt die Praxis in Konsti sehr gut zu den pädagogischen Werten und Normen, die wir erlernen. Trotz der skandinavischen Distanz, die uns Norddeutschen vertraut war, wurden wir herzlich und offen in die Konsti-Familie aufgenommen. Unsere Anleiterinnen haben unterstützt, wenn wir Hilfe brauchten. Wir konnten schon früh eigene Aufgaben übernehmen und Angebote mit den Kindern durchführen.

Obwohl Finnisch sehr schwer zu erlernen ist und die Kinder fast nur Finnisch sprechen, ist es mithilfe von Gestik und Mimik sehr gut möglich gewesen zu kommunizieren.

Mit Monatstickets für den Großraum Helsinki, welcher Kerava einschließt, konnten wir viel erkunden, unter anderem die beiden Kunstmuseen.

Während einer von uns beiden ein Museum zur Entwicklung der frühkindlichen Bildung in Finnland besuchte und mithilfe der eigenen Hobbys neue Freundschaften zu schloß, hat der andere Tampere, Oulu und besonders Rovaniemi, mit einer unvergesslichen Nacht unter den Nordlichtern, besucht, sowie Freundschaften mit Kollegen geschlossen.

Auch wenn Finnland sehr teuer ist und Vorbereitung, Organisation, Durchführung und Nachbereitung des Praktikums viel Zeit und Nerven in Anspruch nehmen, ist es eine Erfahrung, die keiner von uns missen möchte. Wir konnten pädagogisch viel ausprobieren und lernen, sowie die eigene Professionalität weiterentwickeln.

Wenn ihr ein Europa Praktikum machen wollt, dann geben wir euch Folgendes auf den Weg mit: Lasst euch nicht davon abhalten euer Land auf der Art zu erkunden, die euch liegt. Das Europa Praktikum ist eine einmalige Zeit, die ihr selber mit formen und nutzen solltet.

 

Ystävällisin terveisin (Mit freundlichen Grüßen)

 

Barcelona/Spanien (2019)

Von März bis Mai 2019 haben wir im Zuge unseres Europa-Praktikums zu dritt in einer Wohnung am Stadtrand von Barcelona gelebt. Die Wohnungssuche war nicht leicht, dennoch haben wir drei Wochen vor Abreise eine schöne, gemütliche 4- Zimmerwohnung gefunden.

Über die drei Monate waren wir jeweils montags bis freitags in unseren Praktikumsstellen. Die Deutsche Schule und der BCN-Kinderladen unterscheiden sich in ihren Konzepten und Räumlichkeiten stark. In der Deutschen Schule, mit insgesamt 280 Kindergartenkindern, ist der Tag streng durchstrukturiert, wohingegen der BCN-Kinderladen in drei kleinen Gruppen auf das Freispiel fokussiert ist.

Durch die Arbeit im Ausland konnten wir neue Arbeitsmethoden erlernen und eigenes Wissen erweitern und umsetzen. Wir wurden herzlich empfangen und wurden schnell in die Einrichtungen und ihre Tagesabläufe und Teams integriert. Die Auseinandersetzung mit der neuen Kultur bot uns die Möglichkeit neue Menschen, leckere Gerichte und neue Orte kennen zu lernen. Wir konnten Stadt und Land auch abseits touristischer Pfade erkunden und tiefer einzutauchen. Außerdem erweiterten wir unsere Sprachkenntnisse, jedoch aufgrund der deutschen Einflüssen in unseren Einrichtungen weniger als vorher erwartet.

In unseren zehn Kulturtagen haben wir andere Städte in der Umgebung besucht, waren am Strand und haben Freunde und Familie von zuhause empfangen. Durch den Frühling hindurch konnten wir an vielen verschiedenen kulturellen Festen wie Karneval, Ostern und Sant Jordi teilnehmen.

Wir haben diese besondere Zeit sehr genossen und können jedem nur empfehlen, diese tolle Erfahrung mitzunehmen.

Riga/Lettland (2018)

Im Frühjahr 2018 haben wir (6 aufgeregte Schüler*innen) uns am Hamburger Flughafen getroffen, um das Abenteuer Riga zu beginnen.
Wir wurden dort sehr herzlich empfangen, und in unsere neue Unterkunft gebracht.
Die ersten zwei Wochen verbrachten wir mit einem Sprachkurs und Exkursionen quer durch Riga. 
Einen Tag lang fuhren wir in einem kleinen bezaubernd schäbigen Bus durch die Stadt und sahen uns verschiedene pädagogische Einrichtungen an, um uns einen Praktikumsplatz auszusuchen.
Letztendlich haben wir uns für eine deutsche Grundschule, einen evangelischen Kindergarten, eine offene Nachmittagsbetreuung und eine kleine familiäre Krippe entschieden.
Mit dem Beginn unseres Praktikums konnten wir dann einerseits zum ersten mal die Erfahrung eines Vollzeitjobs in einer pädagogischen Einrichtung machen und andererseits das Leben in Lettland und vor allem Riga auf eigene Faust erkunden.
Da unsere erste Unterkunft ziemlich weit außerhalb lag, haben wir uns zu einem Umzug in die Stadtmitte entschieden, den wir nicht bereut haben. Fast überall zu Fuß hinkommen zu können war eine gute Möglichkeit das wunderschöne Riga noch besser kennen zu lernen.
In den folgenden Wochen und Monaten lernten wir Land, Umland, große und kleine Menschen kennen, paukten Vokabeln wie zum Beispiel ‚Ka iet?‘ - ‚wie gehts?‘, gingen shoppen, saßen am Fluss, gingen Abends was trinken oder tanzen und genossen unsere Auszeit vom Alltag in Hamburg.
Lettland bezaubert durch Wälder, Burgen, das Meer (nicht weit von Riga!) und verdammt günstige Zugtickets.
Heute sitzen wir wieder zusammen, erinnern uns an die schöne Zeit, und Leute, wir können euch eins sagen: ‚Tut es!’

Barcelona/Spanien (2018)

Barcelona - Eine wunderschöne alte Stadt mit kulturellen Höhepunkten, die das Herz berühren, u.a. der Feiertag Sant Jordi, die Wasserlichtspiele am Plaza Espanya, die Ostermesse in der Sagrada Familia und noch weitere schöne Dinge. 

Wir waren an der Deutschen Schule Barcelona, einer privaten Kindertageseinrichtung. Im Rahmen unseres Auslandpraktikums wurde uns von der Praxiseinrichtung viel Freiraum, Vertrauen und Wertschätzung entgegengebracht. Wir konnten dadurch zum ersten Mal eigene Projekte und pädagogische Angebote eigenständig durchführen. 

Privat haben wir vier beschlossen, zusammen eine WG in Barcelona für die Zeit zu gründen. Zusammen kochen, gemeinsame Spieleabende und Ausflüge gehörten zu unserem Tagesprogramm. Im ständigen Austausch haben wir gemeinsam uns die spanische Kultur erschlossen und neue Eindrücke über familiären Zusammenhalt und kulturellen Sitten gewonnen. Trotz einzelner Missverständnisse in unserer Gruppe, haben wir zusammengehalten und sind daran persönlich gewachsen.

Zu den Herausforderungen gehörten das Kennenlernen einer fremden Kultur und neuer kulturellen Sitten, die wir vorher nicht kannten. Nach einer kurzen Zeit haben wir uns dem schnell angenommen und haben die Werte, wie Nächstenliebe, Geborgenheit und Zusammenhalt in unserer pädagogischen Arbeit und auch in unserem Privatleben einfließen lassen.

Wir würden diese Erfahrung immer wieder neu machen, weil man sich selber persönlich und beruflich mit neuen Perspektiven und Möglichkeiten kennenlernt, sich weiterbildet und wahrnimmt als Teil eines ganz großen Ganzen. Drei Monate in einer fremden Stadt zu leben, können wir nur empfehlen. Traut Euch was und erlebt Euch neu. 

Te deseamos un buen viaje J